Zweisprachigkeit im Kindergarten – eigene sprachpädagogische Arbeit planvoll & (selbst)bewusst gestalten

2024 Mai 7.

Zwei Fortbildungsorte, 40 Teilnehmerinnen, interaktive Arbeit kennzeichneten die Fortbildung mit der Referentin Ema Chevalier in Budapest und Pécs. Ema Chevalier ist die Leiterin der Stabstelle Minderheitenschulwesen an der Privaten Pädagogischen Hochschule Burgenland Eisenstadt.

Ein erfolgreiches ungarndeutsches Bildungswesen erfordert überzeugende Konzepte. Die Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen hat sich in der neuen Bildungsstrategie zum Ziel gesetzt, Sprachvermittlungsmodelle speziell für ungarndeutsche Kindergärten auszuarbeiten, mehrere verschiedene Modelle als Handreichung anzubieten, um den Qualitätsprozess und die effektive sprachpädagogische Arbeit anzuregen.

In der auch internationalen Recherche sind wir auf das Sprachpädagogische Rahmenkonzept in Kärnten und in Burgenland gestoßen.

Frau Chevalier hat an der Ausarbeitung des Rahmenkonzeptes teilgenommen, so hat sie das Ungarndeutsche Pädagogische und Methodische Zentrum (UMZ) zu einer interaktiven Vorstellung des Konzeptes eingeladen.

„Was war Ihr schönster Moment mit Zweisprachigkeit?”

„Warum ist der Erhalt der Minderheitensprache wichtig?” – waren die Einstiegsfragen der Referentin an die Teilnehmerinnen.

Das Rahmenkonzept – mit Fokus auf die Sprachvermittlung – ist in Anlehnung an das KIQOS-Projekt (Kärntner Input Quality Observation Scheme) entstanden. Das Konzept verfolgt das Ziel Pädagog:innen dabei zu unterstützen, mit Zwei- und Mehrsprachigkeit in ihrer Kindergartengruppe produktiv umzugehen.

Das Herzstück des Rahmenkonzeptes mit den 11 sprachpädagogischen Prinzipien wurde vorgestellt. Die sprachpädagogischen Prinzipien haben die Funktion, den Alltag im Kindergarten zu regeln und Klarheit für die tägliche sprachpädagogische Arbeit der Pädagog:innen zu schaffen.

Die Teilnehmerinnen reflektierten in Gruppenarbeit anhand der bereits vorhandenen Erfahrungen darauf, was sie schon in ihre eigene Praxis davon umsetzen, und welche sprachpädagogischen Prinzipien sie in der eigenen Arbeit noch nicht anwenden.

Die Gruppen haben ein Modell entworfen und präsentiert, worauf sie in ihrer Einrichtung den Fokus legen wollen, wie man ein standortspezifisches Konzept erstellen könnte?

Im zweiten Teil der Fortbildung haben die Teilnehmerinnen das KIQOS-Projekt kennengelernt, es handelte sich darum, wie man kollegiales Feedback durchführen kann. In Partnerarbeit wurden die Kindergartenpädagoginnen mit dem vereinfachten Beobachtungsbogen vertraut gemacht, mit dessen Hilfe man gezielte Beobachtungen der sprachpädagogischen Arbeit effektiver verwirklichen kann.

Laut Rückmeldungen wollen mehrere dem eigenen Team den Beobachtungsbogen vorstellen, es an den örtlichen Gegebenheiten anpassen, zur Selbst- und Partnerbeobachtung verwenden.

Die Fortbildung wurde vom dem Ministerialpräsidium finanziell freundlicherweise unterstützt.

KGM

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