Fachtagung für von ungarndeutschen Selbstverwaltungen getragene Institutionen, Trägerselbstverwaltungen und Pädagogen in der Region West

2022 Apr 5.

Sprachvermittlung durch Themen aus der Volkskunde, effektiver Erfahrungsaustausch

Zwei Tage, zwei Austragungsorte, 6 Referenten, 11 Kindergärtnerinnen, 10 Lehrkräfte, 18 Direktoren und Schulträger aus insgesamt 20 Ortschaften. Das könnte die kurze Statistik der Fachtagung am 23-24. März 2022, organisiert von dem UMZ, sein. Das Ungarndeutsche Pädagogische und Methodische Zentrum wurde mit der Zielsetzung gegründet, den von ungarndeutschen Selbstverwaltungen getragenen Institutionen und Trägerselbstverwaltungen bei fachlichen Fragen behilflich zu sein. Diese Veranstaltung war ein Teil des jährlichen Roadshows, die von den Trägern und Institutionen sehr geschätzt wird.

In der Sektion Kindergarten im Iglauer-Park, in Waschludt führten Maria Karsai-Gasser, Edit Bódi-Palyóv und Klaudia Lovász den Workshop mit dem Titel Ungarndeutsche Schatzkiste ”Gute Praxis” in der Vermittlung der Sprache und der ungarndeutschen Kultur, sowie die Rolle der Bilderbücher, Märchen in der Sprachvermittlung.

Die Kindergärtnerinnen begannen im Sinne der Sprachförderung im Kleinkindalter mit einem Kett- Begrüßungskreis, mit Elementen einer religionspädagogischen Methode. Sie sammelten und tauschten Ideen aus der Praxis für die Praxis, bezogen auf ungarndeutsche Inhalte, aus. Die Referentinnen zeigten einige digitale Plattformen und stellten Dauerprojekte und außerschulische Lernmöglichkeiten, wie TrachtTag, Stimmen wir an! oder museumspädagogische Beschäftigungsmöglichkeiten vor. Natürlich wurden auch die indirekte Kulturvermittlung und erlebtes Brauchtum als wichtige Aspekte im Kleinkindalter behandelt. Kindgerechte literarische Texte, Märchen standen im Mittelpunkt des zweiten Teiles vom Fachprogramm.

Die Sektion Schule war Gast der Deutschen Nationalitätenschule Ödenburg. UMZ-Leiter Josef Weigert und Konformitätsberaterin Eva Waldmann-Baudentisztl waren die Referenten für die Schulpädagogen. Frau Waldmann-Baudentisztl stellte digitale Tools und Methoden vor, die man nach dem Online-Unterricht auch im Klassenzimmer verwenden kann. Herr Weigert hat die anwesenden Kolleginnen mit dramatischen Übungen zum Spielen motiviert. Beide Referenten haben die Sprachförderung mit ungarndeutschen Themen verbunden. Das Ziel war in beiden Fällen, den LehrerInnen Ideen, Methoden und Tätigkeiten zu zeigen, um den Schülern den Spaß am Lernen zu sichern.

Schuldirektoren und Schulträger bekamen an beiden Austragungsorten eine Kostprobe der Aktualitäten bezüglich des Arbeitsrechtes, vermittelt von der Konformitätsberaterin Dr. Gabriella Dávid. Sie sprach über folgende Themen: die erforderliche Ausbildung der Pädagogen zur Einstellung, Lohneinstufung laut Beförderungssystem der Pädagogen, Gehaltszulagen und die Abrechnung der Überstunden. Sie brachte auch konkrete Beispiele und Fragen aus der Praxis mit wissenswerten Antworten und praktischen Erfahrungen. Eva Waldmann-Baudentisztl half den Teilnehmenden in ihrem Vortrag, die Bewertung der Institutionen durch den Träger zusammenzustellen. Erfahrungen aus Inspektionen vom Regierungsamt und des Ungarischen Schatzamtes bildeten die Grundlage der Vorträge, aber die Anwesenden hatten auch die Möglichkeit, Fragen zu stellen und sich über eigene Probleme auszutauschen.

Das Programm ist vorerst vorbei, aber im Mai und Oktober wird es in zwei weiteren Regionen (Süden und Mittelungarn) fortgesetzt. Die Rückmeldungen der Teilnehmer weisen darauf hin, dass solche und ähnliche Fortbildungen sowohl für Pädagogen als auch für Schulleiter und Träger sehr nützlich und wichtig sind. Die Kollegen des UMZ, die mitwirkenden Referenten, erfahrene und praktizierende Pädagogen und Fachexperten versuchen, dem ungarndeutschen Bildungswesen tatkräftig beizustehen.

Das Programm wurde von dem Bundesministerium des Innern  und für Heimat gefördert.

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