Das Konfliktmanagement-Training des UMZ erfreut sich wachsender Beliebtheit – Bereits über 300 PädagogInnen und Pädagogen
Konflikte sind ein natürlicher Bestandteil des Alltags. In Kindergärten und Schulen treffen jedoch besonders viele Menschen mit unterschiedlichen Interessen, Erwartungen und Rollen aufeinander, sodass Konfliktsituationen nahezu unvermeidbar sind. Entscheidend ist dabei nicht, ob Konflikte entstehen, sondern wie mit ihnen umgegangen wird.
Mit diesem Ziel entwickelte das Ungarndeutsche Pädagogische und Methodische Zentrum (UMZ) im Jahr 2023 die akkreditierte 30-Kreditpunkte-Fortbildung „Lasst es uns gemeinsam lösen! – Konfliktmanagement in der Praxis der öffentlichen Bildungseinrichtungen“. Das Programm wurde von Dr. Gabriella Dávid auf Grundlage langjähriger Erfahrungen aus der Konfliktmanagement-Beratung und Schulentwicklungs-arbeit konzipiert und wird seitdem erfolgreich in Präsenz- und Onlineformaten durchgeführt.

Die Bedeutung des Themas zeigt sich auch in den Teilnehmerzahlen. Im ersten Jahr 2023 nahmen 41 Pädagoginnen und Pädagogen an der Fortbildung teil. 2024 stieg diese Zahl auf 57, 2025 auf 93 und bis Herbst 2026 bereits auf 112 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Besonders erfreulich ist dabei die große regionale Vielfalt der teilnehmenden Einrichtungen: das Deutsche Haus Budapest, der Deutsche Nationalitätenkindergarten Kislőd, die Bildungszentren von Mecseknádasd/Nadasch und Pécsvárad/Petschwar, die Fortbildungsgruppe Pécs/Fünfkirchen, die Deutsche Nationalitätengrundschule Pilisvörösvár/Werischwar, das Deutsche Nationalitätengymnasium Budapest, das Schiller-Gymnasium Pilisvörösvár/Werischwar sowie die Deutsche Nationalitätengrundschule Kecskéd/Ketsching.
Der Erfolg der Weiterbildung liegt vor allem in ihrer Praxisnähe. Neben den theoretischen Grundlagen stehen zahlreiche Spiele, Übungen, Rollenspiele und konkrete Alltagssituationen aus Schule und Kindergarten im Mittelpunkt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten Werkzeuge, die unmittelbar im Berufsalltag eingesetzt werden können.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Kommunikation. Viele Konflikte entstehen nicht aufgrund unterschiedlicher Interessen, sondern durch Missverständnisse, unausgesprochene Erwartungen oder festgefahrene Verhaltensmuster. Die Fortbildung unterstützt die Teilnehmer dabei, solche Situationen frühzeitig zu erkennen und konstruktive Lösungswege zu entwickeln. Gleichzeitig werden das eigene Kommunikationsverhalten und die persönliche Konfliktkultur reflektiert.
Dabei lernen die Teilnehmer bewährte Ansätze von Thomas Gordon, Carl Rogers und Marshall Rosenberg kennen. Im Mittelpunkt stehen aktives Zuhören, wertschätzende Kommunikation und gewaltfreie Konfliktlösung. Diese Methoden fördern Vertrauen, Respekt und Zusammenarbeit und tragen zu einem positiven Klima in Bildungseinrichtungen bei. Die positiven Rückmeldungen bestätigen den Erfolg des Programms. So berichtet Mária Wieszt-Tagscherer aus Pilisvörösvár/Weriachwar, dass die Fortbildung nicht nur praxisnahe Methoden vermittelt habe, sondern auch zur persönlichen Weiterentwicklung beigetragen habe. Besonders wertvoll seien die Übungen gewesen, die sich unmittelbar in Unterricht, Gemeinschaftsbildung und Elternarbeit einsetzen lassen.










