„Fit für die digitale Zukunft“

2026 Mai 29.

Die Herausforderungen der digitalen Welt machen auch vor den ungarndeutschen Bildungs- und Kultureinrichtungen, sowie Selbstverwaltungen keinen Halt. Um diesen Anforderungen aktiv zu begegnen, wurde im Rahmen des Projekts „Fit für die digitale Zukunft“ eine praxisnahe Fortbildungsreihe ins Leben gerufen, die gezielt auf die Förderung digitaler Kompetenzen abzielt. Organisiert wurde die Weiterbildung vom Ungarndeutschen Pädagogischen und Methodischen Zentrum (UMZ).

Die Weiterbildung fand in zwei Etappen statt: am 6. und 7. Mai 2026 in Pécs im Lenau Haus sowie am 13. und 14. Mai 2026 in Budapest im Haus der Ungarndeutschen. Insgesamt wurden vier Workshops durchgeführt, in denen jeweils dasselbe Programm in achtstündigen Einheiten umgesetzt wurde.

Schon im Vorfeld war das Interesse groß. Teilnehmende aus Schulen, lokalen Selbstverwaltungen und ungarndeutschen Vereinen meldeten sich in hoher Zahl an. Dieses breite Interesse zeigt deutlich, dass Bildungsinstitutionen und Organisationen bestrebt sind, den Herausforderungen der modernen Kommunikation gerecht zu werden. Auch die Altersstruktur war bemerkenswert vielfältig: Von der etwa 30‑jährigen Generation bis hin zu pensionierten Teilnehmenden waren alle Altersgruppen vertreten.

Ungarndeutsche Inhalte im Mittelpunkt

Ein zentrales Merkmal der Fortbildung war die konsequente Ausrichtung auf ungarndeutsche Themen. Der Referent legte großen Wert darauf, dass sämtliche Beispiele und Übungen einen direkten Bezug zur ungarndeutschen Kultur hatten.

Die Teilnehmenden arbeiteten unter anderem mit:

  • Chroniken, Fotoarchiven und historischen Materialien,
  • Beiträgen zu Trachten, Feiertagen und Dialekten,
  • Interviews mit Zeitzeugen sowie aktuellen Projekten der Gemeinschaft.

Damit wurde nicht nur die Anwendung digitaler Werkzeuge geübt, sondern zugleich die Sichtbarkeit der ungarndeutschen Identität im digitalen Raum gestärkt.

Moderne Werkzeuge und kreative Methoden

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf praxisnahen, leicht anwendbaren digitalen Tools. Hervorzuheben ist insbesondere die Arbeit mit Canva, das als modernes Instrument für Präsentationstechniken eingeführt wurde. Die Teilnehmenden lernten, wie man:

  • Präsentationen,
  • Einladungen und Plakate,
  • sowie Social-Media-Inhalte
    visuell ansprechend gestaltet.

Große Aufmerksamkeit erhielt auch die Bearbeitung kurzer Videos. Die Teilnehmenden erprobten grundlegende Techniken des Videoschnitts, wodurch sie künftig Veranstaltungen oder kulturelle Inhalte selbst dokumentieren und posten können.

Besonders innovativ war die Arbeit mit Anwendungen, die es ermöglichen, statische Fotos zu animieren, sodass die dargestellten Personen scheinbar „zum Leben erwachen“. Diese Technik eröffnet neue Wege für kreative Geschichtsvermittlung und moderne Öffentlichkeitsarbeit.

Darüber hinaus wurden Themen wie digitale Kommunikation, Datenmanagement, Social Media sowie der Einsatz künstlicher Intelligenz behandelt.

Unterschiedliche Voraussetzungen – gemeinsamer Lernzuwachs

Die Gruppen zeichneten sich durch sehr unterschiedliche Vorkenntnisse aus. Während einige Teilnehmende bereits routiniert mit digitalen Anwendungen arbeiteten, hatten andere kaum Erfahrung. Dennoch gelang es, alle einzubeziehen und individuelle Fortschritte zu ermöglichen.

Die Rückmeldungen der Teilnehmenden aus der online Evaluation fielen durchweg positiv aus:

  • „Die Fortbildung war sehr gut aufgebaut, für mich interessant und reich an Informationen.“
  • „Ich habe sehr viel nützliches Wissen erworben!“
  • „Ich habe an einer sehr gut aufgebauten, interessanten und inhaltlich sehr reichhaltigen Weiterbildung teilgenommen.“

Diese Meinungen belegen, dass die Schulung sowohl inhaltlich überzeugte als auch praxisrelevantes Wissen vermittelte.

Konkrete Ergebnisse und nachhaltige Wirkung

Ein wesentliches Element der Fortbildung war die klare Ausrichtung auf konkrete Ergebnisse. Als Abschlussaufgabe mussten die Teilnehmenden eigene digitale Produkte erstellen und einreichen:

  • eine Präsentation,
  • ein Meme oder
  • ein Plakat

– jeweils unter Verwendung der erlernten Techniken und mit ungarndeutschem thematischem Bezug.

Diese Praxisorientierung stellte sicher, dass die neuen Kompetenzen direkt angewendet und in den eigenen Arbeitskontext übertragen werden können.

Fazit: Ein wichtiger Schritt nach vorn

Ob die Teilnehmenden vollständig „fit für die digitale Zukunft“ geworden sind, lässt sich nicht pauschal beantworten. Die Unterschiede im Ausgangsniveau bleiben bestehen. Dennoch ist ein deutlicher Fortschritt erkennbar: Die Teilnehmenden haben neue Techniken kennengelernt, ihre Fähigkeiten erweitert und vor allem an Sicherheit im Umgang mit digitalen Tools gewonnen.

Die Fortbildungsreihe zeigt eindrucksvoll, wie sich traditionelle Inhalte und moderne Technologien erfolgreich verbinden lassen – und wie die ungarndeutsche Gemeinschaft ihren Platz im digitalen Raum aktiv gestalten kann.

Die Fortbildungsreihe wurde durch das BMI (Bundesministerium des Innern) gefördert.

UMZ-Team

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