Inhaltsreich, inspirierend, anspruchsvoll – Lesekompetenz stärken

2025 Nov. 24.

Das Ungarndeutsche Pädagogische und Methodische Zentrum (UMZ) hat am 13. und 14. November eine Fortbildung für Pädagogen mit Förderung des Ministerpräsidentenamtes an zwei Fortbildungsorten veranstaltet.

In der Grundschule Pál Kinizsi in Nagyvázsony/Großwaschon und im Haus der Ungarndeutschen in Budapest fand die Fortbildung mit Katrin Nowaczyk, Referentin des Thüringer Instituts für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (ThILLM) statt.

Lesen ist neben den anderen eine sehr wichtige Kompetenz im Sprachlernen, die ständig entwickelt werden muss, nicht nur in den Sprachstunden, sondern fächerübergreifend auch in anderen Fächern. Ohne gute Lesefähigkeiten ist das Textverstehen auch problematisch.

Die Referentin hat in der Fortbildung drei Bereiche in den Mittelpunkt gestellt. Zu jedem Bereich hat sie verschiedene Methoden vermittelt.

Als Anfang fasste sie die verschiedenen Satzanfänge kurz zusammen, die zum Sprechen, zur Textbearbeitung zu einem Vortrag benutzt werden können, so z.B.: wichtige Informationen geben, das Thema angeben, Abschluss, Dank und Fragen, worauf die Zuhörer besonders achten sollen, wie man Interesse wecken kann. Diese Mustersätze verwendend hat Frau Nowaczyk die drei Bereiche vorgestellt.

Leseflüssigkeit fördern – Mit dem Leseband und Lautlesetandems haben die Teilnehmer Methoden kennengelernt, wie man die Schüler beim flüssigen und automatisierten Lesen für jedes vertiefte Textverständnis unterstützen kann.

Lesestrategie gezielt einsetzen – Der LeseNavigator wurde als effektives Instrument vorgestellt, mit dem die Schüler:innen Sachtexte systematisch erschließen können. Die drei Phase des Lesens – vor, während und nach dem Lesen – wurden praxisnah vermittelt und durch Reziprokes Lesen mit Rollenkarten vertieft.

Formulierungshilfen für mündliche und schriftliche Leistungen – Die Referentin hat zu Zusammenfassungen, Vorträgen und Inhaltswiedergaben mit dem Redekompass konkrete Werkzeuge gegeben, um die Schüler:innen sprachlich zu unterstützen. Die Teilnehmer haben Hinweise auf hilfreiche Materialien wie der Methodenpool des Mercator-Instituts für sprachsensiblen Fachunterricht bekommen.

Alle vorgestellten Methoden wurden ausprobiert und der Vorteil mit Argumenten unterstützt. An dieser interessanten Fortbildung haben die Teilnehmer nicht nur ein fundiertes Wissen, sondern auch viele praktische Impulse für den Unterricht bekommen.

„Inhaltsreiche, inspirierende und anspruchsvolle Fortbildung. Ich habe viele Methoden gelernt, die sich auch in der Praxis gut anwenden lassen.“– ist unter den Rückmeldungen der Teilnehmerinnen zu lesen.

Die Fortbildung wurde vom Ministerpräsidentenamt finanziell unterstützt.

Kreisz Erzsébet, UMZ

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